Ökumenische Taizé- Gruppe im Ambachtal
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Friedenslicht

In der Zeit zwischen Weihnachten und Ostern hütet die Gruppe eine Laterne mit dem Licht aus Bethlehem. Die Laterne mit einer kleinen Kreuzikone befindet sich in dieser Zeit immer auf Wanderschaft.

Es ist ein kleines Licht, unscheinbar und fällt nicht auf.
Ein Windhauch nur und schon ist es aus und vorbei.
Ich kann es ausblasen, zerdrücken, mit dem Fuß drauftreten,
nicht zur Kenntnis nehmen, den Kopf schütteln:
Sentimentales Gesäusel ...

Aber ich kann mich dem kleinen Licht auch stellen,
mich ihm aussetzen und an Weihnachten singen:
„Mit seinem hellen Scheine vertreibt´s die Finsternis ...“
Ist es nicht wirklich so?
1989 waren es die Beter in Deutschland,
die mit ihren Gebeten, Andachten, ihren Aktionen und Kerzen
eine friedliche Revolution begannen, die Mauer zum Einsturz brachten
und die Mächtigen vom Thron stießen. Den Bläser kann ich nicht vergessen,
der auf der Berliner Mauer den Choral anstimmte: „Nun danket alle Gott ...“
Das Licht ist machtlos, aber nicht wirkungslos.
Jesus, sein Licht, geht durch die Zeit. Es brennt heute noch.
Lassen wir uns nicht beunruhigen, es könnte verlöschen.
Wir sicher, wir sind sterbliche Menschen, aber nicht das Licht von Betlehem.
Es bleibt und will uns allen heimleuchten und nach Hause bringen. Seite 2