
Beginn ist um 19.30Uhr
Begrüßung:
Film Das Leben ist schön von Robert Benigni aus dem Jahre 1997. Drehort: Italien
Drehbuch: Robert Benigni und Vincenzo Cerami
Besetzung:
Robert Benigni: Guido Orefice
Nicoletta Braschi: Dora
Giustino Durano: Eliseo Orefice
Giorgio Cantarini: Giosué Orefice
Inhalt:
1938 zieht der unbekümmerte, lebensfrohe Tolpatsch Guido Orefice (Roberto Benigni) vom Land in die Stadt und träumt von einer eigenen Buchhandlung in Arezzo. Zunächst verdient er seinen Lebensunterhalt als Kellner. In einer Schule, wo man ihn mit dem Schulinspektor verwechselt, veralbert er die neuen Rassengesetze. Guido verliebt sich in die aus einer besseren Familie stammende Lehrerin Dora (Nicoletta Braschi) und gewinnt sie für sich, obwohl sie mit einem einflussreichen Mussolini-Sympathisanten verlobt ist. Guido und Dora heiraten und zeugen einen Sohn: Giosué. Auch der Traum von einer Buchhandlung geht in Erfüllung.
Im Herbst 1943 zerstören die in Italien einmarschierten Deutschen das Familienglück. Guido hat jüdische Vorfahren. Als er und sein fünfjähriger Sohn (Giorgio Cantarini) in ein Konzentrationslager gebracht werden, schließt sich auch Dora ungeachtet ihrer italienischen Herkunft dem Transport an. Um Giosué vor der drohenden Vernichtung zu schützen und ihm den Schrecken zu ersparen, tut Guido so, als handele es sich um ein wochenlanges Spiel auf einem riesigen Abenteuerspielplatz. Dazu gehöre auch, dass Horrorgeschichten erzählt werden und die SS-Männer die Gefangenen schikanieren. Wer sich davon nicht beeindrucken lasse, dem Hunger standhalte und sich im entscheidenden Augenblick erfolgreich verstecke, erhalte Punkte gutgeschrieben. Ein Panzer sei der Preis für den Sieger. Obwohl sie die Teilnahmegebühr bezahlt hatten, habe man sie zuerst nicht mitmachen lassen wollen, behauptet Guido, aber es sei ihm dann doch gelungen, die Verantwortlichen zu überreden. Die Teilnehmernummer trage er jetzt als Tätowierung auf dem Unterarm; da könne er sie nicht verlieren. Wenn Guido nach unmenschlichen Strapazen abends in die Baracke zurückkehrt, denkt er sich unermüdlich immer neue aberwitzige Erklärungen aus, und es gelingt ihm, die Fiktion aufrechtzuerhalten.
Die Amerikaner rücken an; das Konzentrationslager wird geräumt. Guido schickt seinen Sohn zu einer Blechkiste. Darin soll er sich verstecken und erst wieder herausklettern, wenn alles still ist. Durch einen Spalt beobachtet Giosué, wie sein Vater abgeführt wird. Guido zwinkert seinem Sohn scheinbar aufgekratzt zu und hüpft, als handele es sich um einen besonders lustigen Teil des großen Spiels. So entgeht es Giosué, dass sein Vater hinter der nächsten Ecke erschossen wird.
Als nichts mehr zu hören ist, wagt sich Giosué aus seinem Versteck. Da kommt der erste amerikanische Panzer auf ihn zu. Er ist offenbar der Sieger des Spiels, wie es der Vater von Anfang an versprochen hatte. Bald darauf findet Giosué auch die Mutter wieder und jubelt: "Mama, wir haben gewonnen!"
Robert Benigni:
Roberto Benigni (* 27. Oktober 1952 in Manciano la Misericordia bei Castiglion Fiorentino, Toskana, Italien) ist ein italienischer Regisseur sowie Fernseh- und Filmschauspieler.
Benigni wurde zuerst bekannt in den 1970ern durch eine Fernsehserie von Renzo Arbore namens Televacca. Die für die damalige Zeit skandalöse Serie wurde durch die Zensur abgesetzt.
Bei einer öffentlichen Kundgebung umarmte er den kommunistischen Parteiführer Enrico Berlinguer. Dies war ein beispielloses Ereignis angesichts der Förmlichkeit italienischer Politiker sowie ein Wendepunkt, nach welchem Politiker neue Umgangsformen in der Öffentlichkeit ausprobierten. Benigni wurde in den 1980er-Jahren erneut zensiert wegen einer beleidigenden Äußerung über Papst Johannes Paul II. im Rahmen einer wichtigen Livesendung im Fernsehen.
Seit Benignis Regiedebüt in Tu mi turbi (1983) trat seine Ehefrau Nicoletta Braschi mit ihm in den meisten Filmen auf, in denen er Regie führte.
Außerhalb Italiens wurde Benigni vor allem durch seine Tragikomödie Das Leben ist schön (1997) bekannt. Benignis Vater verbrachte zwei Jahre im KZ Bergen-Belsen zu, so dass das Drehbuch zum Teil auf dessen Erfahrungen basiert. Der Film, in dem Benigni die Hauptrolle spielte und Regie geführt hat, wurde für sieben Academy Awards nominiert und als bester fremdsprachiger Film sowie für den besten Schauspieler und die beste Musik ausgezeichnet.