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Ökumenische Taizé- Gruppe im Ambachtal
Termine:

Trinitätslehre – oder: Wie entführe ich Katharina nach Amdorf, Marcel nach Bodenheim und lasse das Taizé-Gebet nicht sausen?

Marcel steht in der Probierstube, eigentlich schon fix und fertig vor all den Aufregungen, Sascha zielgerichtet die Kamera in der Hand, Mario mit einem Auge in den Hof linsend, mit dem anderen die Tür bewachend, einige Gäste fröhlich und gelassen; was kann jetzt noch passieren?

Zunächst leise und unbestimmt, Musik, jetzt etwas deutlicher, Marschmusik, nein, kann es das sein? Es wird doch wohl nicht, ich kann es nicht fassen, traue mich einfach nicht, die Tür ist jetzt frei, jetzt muss ich da wohl durch. Ich schaue in den Hof, das Blasorchester Bodenheim marschiert ein, ich fasse Mut, gehe in den Hof, die Gäste folgen mir und ich stehe da. Ach, wäre ich jetzt nur nicht allein, so könnt ich doch, ich wünschte SIE wäre hier. Die Musik verstummt. Für mich? Wegen mir? All das hier? Ich kann es immer noch nicht fassen.

Es ist Freitag der 15.06.07, nicht irgendein Freitag, nein der dritte Freitag im Monat: Taizé-Gebet im Ambachtal. Zur Ruhe kommen, sich fallen lassen, zuhause sein. Eben genau das, was man sich nach einem arbeitsreichen Tag, einer arbeitsreichen Woche wünscht. Dann doch etwas Besonderes: Ein Taizé-Gebet in der Kirche, der Jugendkreis Driedorf hat sich angekündigt und ist voller Erwartung. Die Liturgie steht, schöne Lieder stehen auf dem Ablaufzettel, zu Beginn das „lange“ Halleluja (96). Die Psalmlesung aus Psalm 48 mit Halleluja 11 und im Anschluss daran ein ruhiger Mittelteil, sowie eine weitere Schriftlesung aus Apg. 19, 1-7 mit anschließender Stille. Nach den Fürbitten ein paar Lieblingslieder der Driedorfer Mädels. Nothing can ever, Frieden, Bless the Lord und Bleibet hier. Genauso wichtig wie die Stille im Gebet ist das gemeinsame Plaudern nach dem Gebet bei Tee und Plätzchen.

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